„Untergetauchten Waldes“ im Durchbruchstal des Columbia-Flusses

Abstract

sondern z. B. auch in USA. st~rkste Beachtung finder, und bereits eine groBe Literatur hervorgerufen hat. An sich ist die Bodenabspftung ein normater morphologischer Vorgang, und auch ihre Verst~rkung kann na t f r liche Ursachen haben; als solche kommen vor alien Dingen junge Hebungen in Frage. Der Vortr. untersuchte mit bewuBter Beschr~nkung nur die Frage, wie weft der ~v/enseh ft~r eine solche ~drtschafttich flberaus seh~dliche Beschleunigung der Bodenabspfllung verantwortlich zu machen ist, undging dabei yon seinen eigenen reichen Erfahrungen und Beobachtungen in Afrikaaus. Das Bild der Tatsachen ist folgendes: Bet nicht nachweisbar abnehmendem Niederschlag wird aus irgendeinem Grunde die Pflanzendecke eines Gebietes mehr oder weniger zerst6rt, was eine Vermehrung des Abflusses und eine Verminderung der dem Boden (bzw. dem Grundwasser) zugute kommenden Wassermengen also Austrocknung zur Folge hat. Die resultierenden Sch~den sind nicht nur tiefgreifende VerXndernngen der B~Lche und Flfisse; schlimmer ist eine Verst~rknng der fl~chenhaften Abtragung, die zur Vernichtung der Ackerkrume und schlieglich zur Abwanderung der Bev6tkerung Ifihrt, Die ZerstSrung der natflrlichen Pflanzendecke, die das Anfangsglied dieser Kette bildet, ist in ganz wesentlichem MaBe auf die Tatigkeit des Menschen als Ackerbauer und Viehzfichter zurfckzufflhren, lind zwar um so mehr, je extensiver seine ~Tirtsehaft ist. Gegen das Auftreten der seh~dlichen Folgen bietet kein Klima unbedingten Schutz. Ohne Zweifel aber hat das Klima EiufluB auf das AusmaB der Sch~digungen; am ungfnstigsten sind troekene and halbtrockene Klimate, wo der yon der Sonne geh~rtete Boden das Wasser besonders stark abfliegen l~tl3t. Perner spielt die physikalische and chemische Beschaffenheit des Bodens eine RoUe. So werden z. B. die aus jfingeren vulkanisehen Gesteinen hervorgegangenen tonigen Lehme weniger betroffen, w~hrend die sandigen B6den der Granite und kristMlinen Schiefer sehr gef~hrdet stud. AuBerdem h~ngt der Grad der Zerst6rung natfirlich such yon der Neigung des Bodens, also yon den Gel~ndeformen ab. Die verst~rkte Abspfilung bedingt eine entsprechend verst~rkte Ablagerung. Auch diese MateriMumlagerung ~drldc sich im allgemeinen wirtschaftlieh ungfinstig aus, da die Ablagerung meist in Form yon unlruchtbaren Sanden erfolgt, die oft sogar ehemals nutzbare B6den aberlagern und dadurch verwiisten. Eine Ausnahme bildet der L6I~, der beim Transport nicht mehr in feinere Elemente zertegt werden kann nnd infolgedessen seine Fruchtbarkeit auch im Ablagerungsgebiet behalf. Es ist klar, dab diese Zusammenh~nge schon so lange gMtig sind, als der ~Ienseh hier wirtschaftet. Der weseutliehe Untersehied gegen heute besteht darin, dab frfiher ein gewisses Gleichgewicht zwischen den natfirlichen M6glichkeiten und den Anforderungen an Boden und %Vasser bestand. Dieses Gleichgewicht wurde zerst6rt, als mit der europ~ischen Kolonisation Afrikas eine steigende Intensivierung der landwirtsehaftlichen Nutzung eintrat, ohne dab man an entsprechende AufbaumaBnahmen fiberhaupt dacha. So ergab sich ein Cireulus vitiosus, der, ant ein ±ypisches Beispiel gebracht, folgendermaBen aussieht. Eine lilolonie wird dureh Bahnbauten ersehlossen. Liings der Bahn siedelt "sieh eine diehtere Bev61kerung an, dutch deren verst~rkte wirisehaftliche Bet~tigung der Abflug gr6Ber wird. Bald nehmen die Ernten ab, Dauerflfsse werden -besonders dutch Entwaldung ~ zu intermittierenden, und Siedlungen, die sieh ant solche Dauerflfisse stfitzen, verlieren ihre Existenzgrundlage. Der Grundwasserspiegel sinkt, wodurch oft sehr raseh das Verlassen eines Gebietes herbeigeffihrt wird. 1Viitteilungen. I Die Natur[wissenschaffen

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